Bin ich ein Risikopatient für Erektionsstörungen?

Risikofaktoren, die Erektionsstörung verursachen können sind: langjähriges Rauchen, übermässiger Alkoholkonsum, Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Operationen im Beckenbereich (z.B. nach Prostatakrebsoperationen oder Bestrahlungen). Generell alle Faktoren, die zu Übergewicht führen oder bei Übergewicht vorliegen (erhöhte Kalorienzufuhr, Bewegungsarmut, erhöhte Fettstoffwechselprodukte in der Blutbahn, Zuckererkrankung, Atherosklerose) sind sehr stark mit dem Vorliegen einer Erektionsstörung vergesellschaftet. Die Erektionsstörung ist dabei häufig Vorbote anderer, noch schwerer wiegender Erkrankungen und sollte daher immer vom Experten – im allgemeinen initial vom Urologen – untersucht werden. Langjährige Analysen großer Patientenzahlen haben gezeigt, dass Erektionsprobleme oftmals der Vorbote eines Jahre später auftretenden Herzinfarktes oder Schlaganfalles sind, da die Blutgefäße des Penis denen des Herzens in gewissen Aspekten ähneln. Eine vom Urologen diagnostizierte und behandelte Erektionsstörung empfehlen wir daher anschließend immer auch vom Internisten oder Kardiologen zusätzlich abklären zu lassen.
Ihr Dr. med. Markus Becker